
Auf Wunsch kann nach den Kursen Unterrichtsmaterial erworben werden, das die Anwendung der Methoden in der Unterrichtspraxis erleichtert.Leichtfüßig, frei und bequem Klavierspielen können! Mühelos virtuose Passagen beherrschen und das alles noch in einer Konzertsituation! Wer träumt nicht davon und wer bewundert nicht die Pianisten, die dazu in der Lage sind.
Zu einer solchen Meisterschaft ist es natürlich ein langer Weg. Und viele denken, wer nur genug übt, der erreicht dieses Ziel auch. Leider ist es nicht so, denn viele üben motiviert und mit großem Fleiß, aber kommen doch nur zermürbend langsam voran. Sie beginnen an sich zu zweifeln und halten andere, deren Üben erfolgreicher ist, für begabter. Doch oft ist es keine Frage der Begabung, sondern vielmehr eine Frage der Übetechnik. Sie üben entweder nicht mit den richtigen Methoden oder aber wenden die Methoden nicht richtig an.
Im Kurs „Automatisieren“ lernen wir die wichtigsten Automatisierungs-Methoden kennen und begreifen, wann wir sie in welcher Intensität anwenden können, worauf wir achten müssen und wo die Grenzen der Methoden liegen. Wir erzielen mit den Methoden jene oben genannte Leichtigkeit und Mühelosigkeit des Spielens. Viel wichtiger aber ist, daß wir uns immer besser einschätzen lernen und Vertrauen in unsere Fähigkeiten gewinnen.
An den vorgestellten Methoden ist neu, dass die Anwendungsparameter, also worauf es beim Üben ankommt, klar und nachvollziehbar beschrieben werden. Schließlich sind sie für den Lernerfolg entscheidend.
Wir lernen bei der Lösung spieltechnischer Aufgaben drei Phasen kennen:
1. eine Stelle überhaupt ersteinmal im Tempo spielen können,
2. eine Stelle im Tempo sicher und bequem beherrschen und
3. die Güte und Klangqualität einer Stelle verbessern.
Für jede Phase stehen uns mehrere Kombinationen von Methoden zur Verfügung. Anhand von Beispielen unterschiedlicher Schwierigkeit und verschiedener Stilepochen erleben wir ihre praktische Anwendung im Übe- und Unterrichtsalltag.
Positionstechnik
Damit unser Üben auch wirklich fruchtet, brauchen wir einen intakten, gelösten Spielapparat. Was bedeutet das? Entspannung ist beim Klavierspielen in spieltechnischer Hinsicht eine Illusion, denn wenn wir wirklich locker ließen, hingen unsere Hände lose herunter und wir könnten nicht mehr spielen. Es geht vielmehr um eine kontrollierte Spannung in der Hand. Die große Herausforderung liegt darin, die Hand einerseits aufzuspannen, um mehrere Tasten „im Griff“ zu haben, andererseits aber bei dieser teils großen Spannung auf die Geschmeidigkeit und Elastizität des Handgelenks zu achten.
Basierend auf den Ideen Alfred Cortots und Anna Hirzel-Langenhans habe ich die „Positionstechnik“ entwickelt. Sie umfasst eine Reihe von Übungsschritten, durch die unsere Finger innerhalb von Positionen (=Griffen) bequem und unabhängig voneinander zu spielen lernen. Das Klavierspielen wird für uns immer bequemer und unsere Hand entwickelt eine pianistisch günstige Form. In jedem Klavierstück können wir unzählige Positionen finden und üben. Der „Positionstechnik“ kommt dadurch eine grundlegende Bedeutung in der spieltechnischen Ausbildung zu.
Die hier vorgestellten Methoden eignen sich für jedes Alter und jedes Niveau. Mit ihrer Hilfe erkennen und überwinden wir spieltechnische Grenzen, lernen unseren Fähigkeiten zu vertrauen und gewinnen an Spiellust und Musizierfreude.