Seminar / Workshop

Übemodelle

13./14. Juni 2009

Lösungsstrategien entwickeln, Methoden anpassen und zu Übemodellen zusammensetzen

 

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In den Modulen I und II haben wir gelernt, in welchen Schritten wir uns ein neues Stück aneignen können. Aber selbst bei gewissenhaftem Üben mit der Lernstrategie werden wir immer wieder vor Aufgaben gestellt sein, die nicht mit einer bestimmten Methode, sondern vielmehr durch ein Übemodell zu lösen sind. Methodisches Üben fruchtet am Besten, wenn wir die verwendeten Methoden der Aufgabe entsprechend anpassen.

 

Im Kurs „Übemodelle“ lernen wir, wie wir die Methoden der Module I und II für bestimmte Aufgaben modifizieren und zu Übemodellen zusammensetzen können.

Veredelung, Spielqualität
Mit den vorgestellten, standardisierten Methoden kommen wir in unserem Üben schon sehr weit. Irgendwann aber haben wir die wichtigsten musikalischen und spieltechnischen Aufgaben gelöst. An diesem Punkt angelangt können wir gezielt die Qualität unseres Spiels verbessern, indem wir Übungen erfinden.
Eine 16tel-Passage beispielsweise klingt, obwohl sie im gleichen Tempo gespielt wird, bei dem einen Pianisten matt und schulhaft, bei dem anderen funkelnd und meisterhaft. Jener spielt mit einer breiten Palette an Klangfarben, der andere begnügt sich mit wenigen Grundfarben.
Wir veredeln unser Spiel, indem wir über die schon dargestellten Standardmethoden hinaus variiert üben. Anhand zahlreicher Beispiele lernen wir Prinzipien kennen, anhand derer wir Übungen konzipieren können.
Durch das variierte Üben steigern wir nicht nur unsere Spielqualität, wir verbessern auch unsere Spielsicherheit und erweitern unser Gestaltungspotential.

Aufgabenorientiertes Üben
Wir haben im Kurs „Mentales Üben“ verschiedene Techniken gelernt, die uns bei der Entwicklung einer Klangvorstellung unterstützen. Mit Hilfe des „Aufgabenorientierten Übens“ können wir nun während des Übens mit Hilfe eines Aufnahmegeräts überprüfen, ob unser Spiel tatsächlich unserer Vorstellung entspricht. Wer ersteinmal die Scheu vor dem Aufnahmegerät verloren hat, wird es als unverzichtbares Übe-Utensil nicht mehr missen wollen.
Durch das „Aufgabenorientierte Üben“ lernen wir uns immer besser zuzuhören und werden uns immer bewusster, wie wir gestalten wollen. Im Kurs besprechen und erproben wir alle relevanten Arbeitsschritte.

Spielanalyse
Für effizientes Üben ist es von entscheidender Bedeutung, den eigenen Lernstand genau einschätzen zu können. Nur dann sind wir in der Lage, genau die Methoden auszuwählen und anzupassen, die uns weiterbringen.
Im Kurs sehen wir eine Reihe von Videobeispielen, die wir gemeinsam hinsichtlich des Lernstandes analysieren. Auf dieser Grundlage sind wir mit Hilfe von Checklisten in der Lage, geeignete Übemodelle zu skizzieren, die bei den verschiedenen Lernständen fruchten.