Seminar / Workshop

Übemodelle

Aufbauseminar I

Lösungsstrategien entwickeln, Methoden anpassen und zu Übemodellen zusammensetzen

 

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In den Modulen I - V haben wir gelernt, in welchen Schritten wir uns ein neues Stück aneignen können. Aber selbst bei gewissenhaftem Üben mit Methoden der „Systematischen Klaviermethodik“ werden wir immer wieder vor Aufgaben gestellt, die nicht mit einer bestimmten Methode, sondern vielmehr durch ein Übemodell zu lösen sind. Denn methodisches Üben fruchtet am besten, wenn wir die verwendeten Methoden der Aufgabe entsprechend anpassen. 

 

Im Modul „Übemodelle“ lernen wir, wie wir die Methoden der vorangegangenen Module für bestimmte Aufgaben modifizieren und zu Übemodellen zusammensetzen können. 

 

Veredelung, Spielqualität

Mit den vorgestellten, standardisierten Methoden kommen wir in unserem Üben schon sehr weit. Irgendwann aber haben wir die wichtigsten musikalischen und spieltechnischen Aufgaben gelöst. An diesem Punkt angelangt, können wir gezielt die Qualität unseres Spiels verbessern, indem wir Übungen erfinden. 

 

Eine 16tel-Passage beispielsweise klingt, obwohl sie im selben Tempo gespielt wird, bei dem einen Pianisten matt und schülerhaft, bei dem anderen funkelnd und meisterhaft. Jener spielt mit einer breiten Palette an Klangfarben, der andere begnügt sich mit wenigen Grundfarben. 

 

Wir veredeln unser Spiel, indem wir über die bereits dargestellten Standardmethoden hinaus variiert üben. Anhand zahlreicher Beispiele lernen wir verschiedene Prinzipien kennen, durch die wir eigene Übungen konzipieren können. 

 

Mit variierendem Üben verbessern wir nicht nur unsere Spielqualität. Wir entwickeln auch mehr Spielsicherheit und vergrößern unser Gestaltungspotential. 

 

Aufgabenorientiertes Üben

Beim „Aufgabenorientierten Üben“ überprüfen wir mit einem Aufnahmegerät während des Übens, ob unser Spiel tatsächlich dem entspricht, was wir uns vorstellen. Wer erst einmal die Scheu vor dem Aufnahmegerät verloren hat, wird es als unverzichtbares Übe-Utensil nicht mehr missen wollen. 

 

Durch das „Aufgabenorientierte Üben“ lernen wir, uns immer besser zuzuhören und werden uns immer bewusster, wie wir gestalten und gestalten wollen. Im Kurs besprechen und erproben wir alle relevanten Arbeitsschritte.